Meine Geschichte

Ich heisse Jule, naja eigentlich Elli, aber dass passt gar nicht zu mir. Geboren bin ich am 29.04.2005, das war ein Freitag. Meine Eltern und Vorahnen kannst Du auf dieser Seite unter "Stammbaum" einsehen. Mit 8 Wochen wurde ich von meiner Mama getrennt. Ein netter Mann hat mich abgeholt und mit zu sich nachhause genommen. Dort bekam ich dann mein erstes eigenes Körbchen. Irgendwie war mir aber immer ein bisschen langweilig, also hab ich alles angeknabbert was mir zwischen die Zähne kam. Man muss ja alles mal probieren oder? Wenn mein Herrchen mir was sagte, dann hatte ich keine Lust darauf zu hören. Im Klartext … ich bin ein Wirbelwind und habe nur Blödsinn im Kopf. Herrchen wurde mit mir einfach nicht fertig. 3 Wochen später hat er beim Züchter angerufen und ihm erzählt ich hätte Wachstumsstörungen. Was ein quatsch … Naja mein Züchter ist dann eines Abends gekommen und hat mich wieder mitgenommen, zurück zu meiner Geburtsstelle.

Ich war doch ziemlich irritiert, denn ich wusste nicht was nun mit mir passiert. Als wir bei ihm Zuhause ankamen, da waren ein Mann und eine Frau, die mich ganz liebevoll anschauten und mich in den Arm nahmen. Es war mittlerweile schon spät und ich sehr müde. Die Frau nahm mich auf den Arm und setze sich mit mir ins Auto. Der Mann nahm mein Körbchen, stellte es auch ins Auto und dann fuhren wir los. Während der Fahrt, wohin wusste ich zu dem Zeitpunkt nicht, lag ich die ganze Zeit auf dem Schoß der Frau, die mich ununterbrochen Streichelte. Obwohl ich nicht wusste, was nun passieren wird, fühlte ich mich dennoch sehr wohl. Nach ca. 15 Minuten waren wir dann, wie sich schnell rausstellte, in meinem neuen Zuhause. Ich war so müde, dass ich tief und fest die ganze Nacht geschlafen habe.

Die nächsten Tage waren dann sehr aufregend. Ich hatte nun Zeit mein neues Zuhause kennen zu lernen und einen seeehr großen Garten, nur für mich alleine. Auch hier dachte ich, ich versuche mal alles ein bisschen anzuknabbern. Mein Herrechen und Frauchen aber brachten vor mir alles in Sicherheit. Irgendwie kam ich an fast nichts Interessantes mehr ran. Ok, ich hatte eine menge eigenes Spielzeug, aber was man kaputt machen darf ist ja langweilig. Also versuchte ich mich mal als Innendekorateurin und knabberte ein großes Stück Tapete ab. Oh weh, dass war aber gar keine gute Idee. Puh bekam ich Mecker von Frauchen.

Nach ein paar Tagen nahm mich Frauchen dann mal mit zu ihrer Arbeit. Dort gab es auch einen schönen Garten und vor allem lernte ich dort meine große Liebe Hektor kennen. Hektor ist knapp 2 Monate älter als ich und ein richtig süßer Typ. Er ist zwar nicht so hyperaktiv wie ich, aber er lässt alles mit sich machen. Ich kann auf ihm rumtrampeln, mich auf ihn schmeißen, ihn in die Ohren beißen …. wenn er keine Lust mehr hat, dann versucht er sich vor mir zu verstecken. Aber ich finde ihn immer :-)

Frauchen fährt mit mir 2 mal die Woche zum Hundeplatz. Das macht immer mächtig Spaß. Ok nicht so toll ist, dass ich dann dort bei Fuß gehen muss und sitzen oder liegen wenn Frauchen das sagt, aber wenn ich das dann mache, bekomme ich ein Leckerchen und Frauchen spielt mit Bällen mit mir. Das macht einen heiden Spaß. Hektor ist dann auch immer auf dem Hundeplatz. Spielen kann ich da nicht mit ihm, dafür haben wir keine Zeit, aber wir geben uns zumindest immer ein schnelles Bussi wenn die Gelegenheit sich gibt.

Mittlerweile habe ich auch eingesehen, dass ich hören muss wenn Herrechen oder Frauchen was sagen. Ich bin zwar immer noch ein Wildfang, aber dass lasse ich dann an Hektor aus oder in dem ich die blöden Vögel aus meinem Garten verjage. Sonntags fahren wir auch meistens zum Strand (ich wohne in der Nähe der Nordsee). Da darf ich dann immer frei laufen und mit allen Hunden toben. Ich mag nämlich alles was Hund ist, mir egal ob Mann oder Frau, Klein oder Groß. Am Strand sind dann immer ganz viele Hunde, die auch alle frei laufen dürfen. Das ist immer eine irre Gaudi.

Vor kurzem haben wir mal einen Wochenendausflug nach Köln gemacht. Dort wohnen Freunde von Herrchen und Frauchen. War zwar eine lange Autofahrt, aber ich liebe Autofahren über alles. Herrchen und Frauchen haben auch mehrmals angehalten damit ich Pipi machen konnte, war also alles gar kein Problem. Dort angekommen gehe ich die Tür rein und das erste was mich empfängt ist eine Katze. Ich geh da nur ganz harmlos und ohne Hintergedanken in den Flur und zack bekomme ich welche auf die Nase von dieser blöden Katze. Man war ich sauer. Die haute dann gleich ab und ich durfte nicht hinterher.

Abends sind dann Herrchen und Frauchen mit den Freunden auf Tour gegangen und die Eltern der Freunde sollten auf mich aufpassen. Die waren auch echt lieb. Sind ein paar mal mit mir raus gegangen und die hatten auch eine kleine Hündin. Leider war die schon ein bisschen alt, so dass die nicht mehr mit mir toben wollte. Irgendwann sind dann die Eltern und der Hund ins Bett gegangen. Auf einmal merkte ich, dass ich ganz doll Sehnsucht nach meinem Frauchen hatte. Was wenn sie nicht mehr wieder kommt? Mir wurde ganz seltsam und vor lauter Panik bekam ich dann Durchfall. Nur ich kam aus der Wohnung nicht raus, aufhalten konnte ich auch nicht mehr. Und dann passierte es … alles in die Küche. Schnell rannte ich da weg und lief ins Wohnzimmer. Im dunklen habe ich nicht gesehen dass da eine Gardine hängt. Ich habe mich erschrocken und darin verfangen. Und ratsch … da war die Gardine kaputt. Die Eltern sind dann aufgestanden und haben erst mal alles wieder sauber gemacht, aber geschimpft haben die nicht. Ich hörte wie der Mann dann telefonierte. Kurz danach ging er noch mal mit mir spazieren, mitten in der Nacht. Als wir wieder fast zurück am Haus waren, da kommt mein Frauchen von der anderen Seite. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen wie ich mich gefreut habe. Sofort ging es mir wieder gut. Frauchen hat auf einer Luftmatratze auf dem Boden geschlafen und ich dufte daneben liegen, in Frauchens Armen. Da war die Welt wieder ganz in Ordnung und ich habe tief und fest geschlafen. Am nächsten Tag ging es wieder zurück nach Hause. Ich war dann schon froh wieder in meinem Garten toben zu können und wieder in meinem eigenen Körbchen schlafen.

Eines meiner Hobbys sind Türen aufmachen. Ich weiß dass Herrchen und Frauchen das gar nicht gut finden, aber was soll ich machen, es ist wie ein innerer Drang. Sie haben auch schon versucht mich daran zu hindern, in dem sie die Klinken einfach umdrehen. Wie ich sie trotzdem aufbekomme habe ich sehr schnell rausbekommen. Nur wenn abgeschlossen ist, dann habe ich keine Chance, dass schaffe ich dann doch noch nicht.

Einmal hat Herrchen vergessen die Hoftür abzuschließen. Herrchen und Frauchen waren nicht da und ich war im Garten und hatte Langeweile. Immer nur Vögel jagen war dann auch blöd. Also dachte ich versuch doch mal die Hoftür aufzumachen. Und siehe da, sie war nicht abgeschlossen. Also bin ich dann los und habe mal nachgesehen, was die Nachbarn denn alles so in ihrem Garten haben. Zwischendurch habe ich mich dann vor die Haustüre gesetzt und mal beobachtet was so alles auf der Strasse passiert. Irgendwann viel mir aber ein, dass Herrchen gleich nachhause kommt. Also schnell wieder in den Garten rein. Als ich dann drin war, kam ein Luftzug mir zugute und knallte die Hoftür wieder zu. Als ich das Auto von Herrchen hörte habe ich mich ganz schnell auf meine Decke gelegt und so getan als wenn ich ein lieber Hund sei, der ganz brav im Garten war. Ich glaube Herrechen hat nix bemerkt, wenn da nur nicht diese doofe Nachbarin gewesen wäre. Die hat am Nachmittag bei uns angerufen und alles gepetzt.

Und dann sind da noch Nachbars Hühner. Der Auslauf vom Hühnerstall grenzt genau am Ende meines Gartens. Ich wollte so gerne mal mit den Hühnern ein bisschen spielen. Nur wie komm ich da hin? Irgendeinen Weg muss es doch da geben. 3 Tage lang habe ich nach einem Schlupfloch gesucht, aber nichts gefunden. Am 4. Tag kam mir die Idee. Einfach an einem Holz hochklettern, hinten wieder runter, dann durch eine hecke krabbeln und schon bin ich bei den Hühnern. Das hat echt Spaß gemacht. Wir haben fangen gespielt, echt putzige Tierchen mit den großen Füssen. Und dann stand auf einmal Herrchen im Garten und rief mich. Ui dachte ich, nu aber schnell wieder zurück. Also ging ich den gleichen Weg wieder zurück. Die Idee war echt blöde, weil nun wusste Herrchen wie ich aus dem Garten raus gefunden habe. Tja was soll ich sagen, Herrchen hat dann sofort meinen so mit Mühe gefundenen Weg dicht gemacht. Ich hab's danach noch mehrfach probiert, aber keine Chance, der Garten ist dicht.

Mittlerweile bin ich schon fast 11 Monate. Bald habe ich Geburtstag und dann wird meine Hüfte geröntgt um zu sehen ob alles in Ordnung ist.

Nun bin ich bereits 21 Monate uns es hat sich einiges getan.

Zunächst dass wichtigste … mein Hüfte und auch meine Vorderbeine sind vollkommen o.k. Mein Frauchen und ich waren darüber sehr froh. Das ganze letzte Jahr habe ich sehr viel mit Frauchen auf dem Hundeplatz trainiert. Ich habe zeitweise versucht meinen dicken Kopf durchzusetzen. Wir haben auf die Begleithundprüfung hin gearbeitet. Dazu gehört auch, dass ich eine zeitlang an der Seite des Hundeplatzes, ohne Leine, rumliegen muss, während andere Hunde auf dem Platz trainieren. Das ist sooooooo langweilig. Wenn ich dann keine Lust mehr hatte, bin ich einfach aufgestanden und wollte mit den anderen Hunden spielen. Omg hab ich da mecker bekommen. Zweimal hab ich dass dann noch mal probiert, aber dann habe ich bemerkt, dass das eine nicht wirklich gute Idee ist. Am 29.10.2006 war dann die Begleithundprüfung im Schäferhund Verein Friesische Wehde. Die Prüfung hat sehr gut geklappt. O.k., es war nicht alles perfekt, aber Frauchen und auch ich waren doch sehr nervös. Aber der Prüfer war auch sehr nett und nun habe ich es bescheinigt … ich bin ein Begleithund :D.

Im Sommer 2006 haben Herrchen und Frauchen mit mir zusammen einen Ausflug gemacht. Am Ziel angekommen steige ich aus dem Auto aus und wer oder besser was steht vor mir? Ein riesen Hund. Puh habe mich erschrocken. Es war Herr Schmitt, ein großer Schweizer Sennen Hund. Nach kurzer Zeit merkte ich aber, dass das ein ganz lieber Kerl ist. Wir haben toll zusammen gespielt. Dannach ist Schmitti und sein Frauchen mehrmals in meinem Zuhause zu Besuch gewesen. Ende Juli 2006 kam Schmitti wieder zu besuch, allerdings blieb er dann auch bei uns. Sein Frauchen hat ihn bei uns gelassen, weil sie ins Ausland ausgewandert ist und Schmitti die Strapazen ersparen wollte.

Seit dem ist er mein bester Freund. Ich habe ihn ganz doll lieb und will ihn auch nicht mehr missen. Wenn wir mal für ein paar Stunden getrennt sind, weil einer von uns beiden vielleicht zum Tierarzt muss oder so was, dann ist dass schon ganz doll blöde für uns beide. Wir freuen uns dann wenn wir wieder zusammen sind.


An dieser Stelle werde ich erstmal meine Geschichte beenden. Aber immer wenn es was neues gibt, werde ich das hier rein schreiben.

Bis dahin
alles Liebe

Jule